Donnerstag, 8. Oktober 2009

Herr Geßner läuft den Marathon - Und alle so: Yeaahh!

Ja, die Gerüchte sind wahr, die Berichte stimmen: ein Marathon tut weh. 42,2 km ist momentan die offizielle Weite. Wir stellen uns vor, wir laufen von Erlenbach nach Aschaffenburg, machen einen Stadtbummel und laufen wieder zurück. Das ist dann ein Marathon.
Ja, das ist weit. Und noch einmal: es schmerzt. Warum macht man (in diesem Fall also ich vor zwei Wochen am schönen Brombachsee) überhaupt so etwas? Eigentlich ist es doch völlig verrückt, unnötig, es erfüllt keinen Zweck und macht überhaupt keinen Sinn. Und trotzdem gibt es mehr als genug Läufer, für die es die Königsdisziplin ist. Hat man es geschafft, darf man sich auf die Schulter klopfen und sich von nun an "Marathoni" nennen. Mir wäre "SuperMariothoni" lieber gewesen, aber man kann nicht alles haben.
Also warum? Ehrlich gesagt, weiß ich es manchmal selbst nicht so genau. Es gibt einige Gründe, aber keiner kann es für sich wirklich klären. Es bleibt ein Phänomen.
Vor einiger Zeit habe ich ein Zitat eines Läufers gelesen (leider habe ich den Namen vergessen), das mir im Gedächtnis geblieben ist. Es lautet ungefähr so:
"Willst du eine Rennen gewinnen, laufe einen 100m-Wettkampf. Willst du eine Erfahrung machen, laufe einen Marathon."
Irrsinnig. Es geht beim Marathon noch nicht einmal um das Gewinnen.
Aber eine Erfahrung ist es tatsächlich. Immerhin hat man genug Zeit nachzudenken, während man läuft.
Und diese Erfahrung möchte ich mit allen interessierten Lesern an dieser Stelle teilen. Was das mit Schule zu tun hat? Lesen und staunen.
CU